Zytologie:
Histologie:
Spezialfärbungen:
Differenzialdiagnosen:
Trockener Husten, Dyspnoe und Fieber sind die Hauptsymptome einer PCP. Radiologisch lassen sich in über 90% der Fälle bilaterale, diffus
retikulonoduläre Infiltrate nachweisen.
Pneumocystis jirovecii zeigt asexuelle trophische und sexuell reproduktive zystische Formen.
Die BAL ist Material der Wahl für die Diagnostik einer PCP. Induziertes Sputum und Bronchialsekret haben eine wesentlich geringere Aussagekraft. Diff Quik®, MGG und PAP färben sowohl die Zystenwand als auch die eingelagerten Sporozoiten.
PJ ist ein ubiquitär vorkommender Schlauchpilz (Ascomycet). Die PCP zählt zu den opportunistischen Infektionen, die meist bei Patientinnen und Patienten mit Immundefizienz auftreten. PCP gilt als AIDS-definierende Erkrankung und ist häufig das erste Symptom bei HIV-positiven Patient*innen, insbesondere wenn die CD4⁺-T-Helferzellzahl unter 200 Zellen pro Mikroliter fällt.
Die Inzidenz bei HIV-positiven Patient*innen lag Ende der 80er Jahre noch zwischen 55% und 75%. In den letzten Jahren haben Therapie und Prophylaxe zu einem deutlichen Rückgang von PCP geführt.
Die primäre Übertragung von PJ erfolgt aerogen. Die Erstexposition findet häufig bereits im Kindesalter statt. PJ kolonisiert die Atemwege und ist in der Lunge immunkompetenter Personen weit verbreitet.
Die symptomatische Erkrankung bei immundefizienten Patientinnen und Patienten ist mit großer Wahrscheinlichkeit auf den Erwerb verschiedener PJ-Stämme von anderen Personen zurückzuführen (1). Der Erreger verursacht nahezu ausschließlich eine PCP; klinisch relevante Infektionen an anderen Lokalisationen sind extrem selten.