Folgende Filter stehen zur Auswahl zur Verfügung:

(mehrfache Auswahl möglich)


Parasiten


Trichomonas vaginalis

Organsystem
Urogenitaltrakt
Diagnostische Methode
Zytologie, Histologie
Geographische Region
Trockengebiete,
Inseln,
Tropische und Subtropische Region,
Gemäßigte Zone

LBC: Ovaler, einzelliger Organismus mit für…
LBC: Trichomonaden sind in der Regel…
LBC: Birnenförmiger Trophozoit mit…
LBC: Ovaler Trophozoit mit Geißeln; im…
LBC: Trichomonade mit typischen Merkmalen…
LBC: Trichomonade mit nur schwach…
Trichomonaden-Trophozoiten mit…
LBC: Typischer entzündlicher Hintergrund…
Spontanharn mit neutrophilen Granulozyten…
PAP-Ausstrich mit degenerativen…

Plazenta mit akut entzündlichen…
Morphologie

Zytologie:
Trophozoiten 10-20 µm lang und 7-10 µm breit, birnenförmig bis oval, exzentrisch gelegener Kern, intrazytoplasmatische eosinophile Granula, vier anteriore Flagellen, eine posteriore Flagelle und eine undulierende Membran. Im PAP-Abstrich häufig degenerierte Formen ohne sichtbare Flagellen und mit unregelmäßigen Konturen; Superfizialzellen können perinukleäre Aufhellungen zeigen. Hintergrund häufig mit zahlreichen Neutrophilen; bakterielle Mischflora ist häufig; kleine, rundliche Parabasalzellen können vermehrt sein. Trichomonaden können mit Leptothrix spp. koexistieren, deren lange Filamente ein „Spaghetti“-Bild erzeugen – mit Eindruck eines „Spaghetti-und-Fleischbällchen“-Musters. 
Rasche, ruckartige Motilität im Nativpräparat.

Histologie:
Oberflächliche Mukositis mit Neutrophilen und intraepithelialen Mikroabszessen; Organismen werden in Routineschnitten selten identifiziert.

Differenzialdiagnosen:

  • Sexuell übertragbare bakterielle Infektionen
  • Giardiasis - Analabstrich

 

Klinik

Die Übertragung erfolgt durch sexuellen Kontakt oder während der Geburt. Trichomoniasis ist die weltweit am weitesten verbreitete nicht virale sexuell übertragbare Krankheit, wobei der Mensch das einzige bekannte Reservoir für T. vaginalis darstellt.

Bei Frauen: häufig Vaginitis mit Pruritus, Brennen, Dysurie, übelriechendem Ausfluss und erhöhtem vaginalem pH. „Erdbeerzervix“ (petechiale Einblutungen an der Ektozervix) möglich. 
Bei Männern: Urethritis, Prostatitis; häufig asymptomatisch. 
Assoziiert mit ungünstigen Schwangerschaftsverläufen, Frühgeburt, Infertilität und erhöhtem HIV-Übertragungsrisiko.

Weiterführende Diagnostik
Nukleinsäureamplifikationstest (NAAT) z. B. PCR oder TMA aus Vaginalabstrich, Zervixabstrich, Urethralabstrich oder Erststrahlurin. Nativpräparat aus frischem Vaginalsekret (geringe Sensitivität). Antigen-Schnelltests als Ergänzung. Testung auf Koinfektionen, insbesondere BV und andere STIs, empfehlenswert..
Zusatzinformationen

Trichomonaden werden im zervikalen PAP-Abstrich häufig zufällig gefunden. 
Der konventionelle PAP-Abstrich ist für die Diagnose von T. vaginalis unzuverlässig, daher wird eine Bestätigung empfohlen. LBC ist treffsicherer, mit einer berichteten Sensitivität von 60–96 % und einer Spezifität von 98–100 %, sodass eine Therapie bei eindeutig positivem LBC-Befund ohne Zusatztest vertretbar sein kann. Beim Mann ist die Mikroskopie von Urethralabstrich oder Harnsediment wegen geringer Erregerlast unzuverlässig.
Der Sexualpartner sollte zusätzlich immer mitbehandelt werden, da das Risiko einer bereits erfolgten Übertragung sehr hoch ist und damit ein Ping-Pong-Effekt vermieden werden kann.

Differenzialdiagnose
Referenzen
  • Hobbs MM, Seña AC. Modern diagnosis of Trichomonas vaginalis infection. Sex Transm Infect. 2013 Sep;89(6):434-8. doi: 10.1136/sextrans-2013-051057. Epub 2013 Apr 30. PMID: 23633669; PMCID: PMC3787709.
  • Elshewy K. Medical Parasitology: A Body System Approach. Cham: Springer; 2024. doi: 10.1007/978-3-031-64736-9. Print ISBN: 978-3-031-64735-2.
Copyright ® 2025 Österreichische Gesellschaft für Zytologie