Zytologie:
Histologie:
Differenzialdiagnosen:
H. pylori ist ein gramnegatives, mikroaerophiles, begeißeltes, spiralförmiges Bakterium mit Katalase-, Oxidase- und Ureaseaktivität. Urease wandelt Harnstoff in Ammoniak um, das die Magensäure neutralisiert und die bakterielle Proteinsynthese fördert, wodurch das Überleben der Bakterien im Magen ermöglicht wird.
Die meisten Patient*innen sind asymptomatisch, können sich jedoch mit Dyspepsie, epigastrischen Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen sowie gastrointestinalen Blutungen präsentieren. Assoziierte Erkrankungen sind die chronische Gastritis, die peptische Ulkuskrankheit, die atrophische Gastritis sowie ein erhöhtes Risiko für ein Magenadenokarzinom vom intestinalen Typ und für Mukosa-assoziiertes lymphatisches Gewebe (MALT)-Typ-Lymphome des Magens.
H. pylori besiedelt selektiv die Magenschleimhaut und kann auch ektopische Magenschleimhaut an fast jeder Stelle besiedeln.
Transmission erfolgt über die fäkal-oral- oder oral-oral-Route; weltweites Vorkommen.
Bei geplanter Eradikationstherapie ggf. molekulare Resistenztestung mittels PCR/Sequenzierung, insbesondere auf Clarithromycin-Resistenz, ggf. auch Fluorchinolon-Resistenz. (1)
Die breite Anwendung von PPI, Antibiotika und Bismutverbindungen kann die bakterielle Last reduzieren, die intragastrische Verteilung von H. pylori verändern und das mikroskopische Erscheinungsbild beeinflussen, einschließlich kokkoider Formen. (2, 3)