Zytologie:
Große, deutlich spiralig konfigurierte Bakterien mit korkenzieherartigem Erscheinungsbild. Meist spärlich vorhanden, entlang der Schleimschicht und des Oberflächenepithels. Entzündlicher Hintergrund variabel, häufig geringgradig.
Histologie:
Erreger im Oberflächenschleim und in den Foveolen, meist fokal und fleckig verteilt. Assoziierte chronische Gastritis meist mild bis mäßig ausgeprägt, häufig ohne ausgeprägte Aktivität. Neutrophile Granulozyten meist spärlich oder fehlend. Lymphoide Aggregate möglich, teils mit Assoziation zu MALT-Läsionen. Die Erregerdichte ist meist geringer als bei Helicobacter pylori. Aufgrund der niedrigen Erregerdichte und fleckigen Verteilung häufig unterdiagnostiziert.
Spezialfärbungen (Giemsa, Warthin-Starry, Steiner) können den Nachweis erleichtern, die Sensitivität ist jedoch aufgrund der geringen Erregerdichte limitiert. Immunhistochemie für Helicobacter pylori meist negativ oder nur schwach positiv.
Differenzialdiagnosen:
Chronische Gastritis, peptische Ulkuskrankheit. Beschriebene Assoziation mit gastrischen MALT-Lymphomen. Vermuteter zoonotischer Ursprung, häufig im Zusammenhang mit Kontakt zu Hunden, Katzen oder Schweinen. (1)
Heute ist anerkannt, dass H. heilmannii s.l. keine einzelne Spezies darstellt, sondern eine Gruppe verschiedener gastrischer non-H. pylori-Helicobacter-Spezies umfasst.