Zytologie:
Histologie:
Die Schistosomiasis (Syn. Bilharziose) ist eine parasitäre intravaskuläre Infektion, deren Chronizität und Schweregrad wesentlich durch die Immunantwort des Wirts auf die Trematoden sowie auf die im Gewebe abgelagerten Eier bestimmt werden.
Frühe Manifestationen sind die Zerkariendermatitis (urtikarielles Exanthem) und das Katayama-Syndrom (systemische Hypersensitivitätsreaktion). Nach Süßwasserkontakt kann initial eine Zerkariendermatitis auftreten; das Katayama-Syndrom entwickelt sich typischerweise erst Wochen später mit Fieber, Exanthem, Kopfschmerzen, Myalgien, respiratorischen Symptomen und Eosinophilie.
Chronische/fortgeschrittene Manifestationen beruhen auf der lokalen entzündlichen Reaktion auf im Gewebe retinierte Schistosomen-Eier und sind artspezifisch: S. mansoni und S. japonicum verursachen häufiger intestinale und hepatolienale Symptomatik mit Bauchschmerzen, Diarrhö, Obstipation und Blut im Stuhl, bei schweren Verläufen Leberfibrose, Splenomegalie und portale Hypertension; S. haematobium urogenital mit Dysurie und Hämaturie, chronisch zudem assoziiert mit Blasenfibrose, Nierenschädigung und erhöhtem Risiko für Blasenkarzinome. ZNS-Manifestationen infolge ektopisch abgelagerter Eier sind selten.
Die Infektion erfolgt nach Kontakt mit Süßwasser durch Zerkarien, die die Haut penetrieren; die Schnecke dient als Zwischenwirt. Eier erscheinen typischerweise 1 bis 3 Monate nach der Exposition in Urin oder Stuhl.
Nach Süßwasserkontakt in Regionen, in denen S. mansoni und S. haematobium ko-endemisch sind, sollten sowohl Stuhl- als auch Urinproben untersucht werden.
CDC - DPDx - Schistosomiasis Infection
Gray DJ, Ross AG, Li YS, McManus DP. Diagnosis and management of schistosomiasis. BMJ. 2011 May 17;342:d2651. doi: 10.1136/bmj.d2651. PMID: 21586478; PMCID: PMC3230106.