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Pilze


Mucormycota

Organsystem
Respirationstrakt, ZNS und Sinnesorgane, Haut und Schleimhaut, Mesenchymales Gewebe & Knochen
Diagnostische Methode
Zytologie
Geographische Region
Trockengebiete,
Inseln,
Tropische und Subtropische Region,
Polare and Subpolare Zone,
Gemäßigte Zone

Hyaliner pauciseptierter Schimmelpilz mit…
Höhere Vergrößerung eines hyalinen…
Morphologie

Zytologie & Histologie:
Hyaline (nicht pigmentierte) pauciseptierte Schimmelpilze mit seltenen oder keinen sichtbaren Septen.

Häufige Merkmale der Mukormykose:

  • Breite, hyaline, bandförmige, unregelmäßige, dünnwandige Hyphen mit meist rechtwinkliger Verzweigung bei 90°; gelegentlich können auch spitzwinklige Verzweigungen beobachtet werden
  • Der Durchmesser der Hyphen beträgt etwa 7-20 µm
  • Aufgrund der Verarbeitung und der Fragilität der Pilze können die Hyphen fragmentiert, gefaltet oder degeneriert erscheinen und in ihrer Breite variieren
  • Selten, insbesondere in gut oxygenierten Bereichen (z. B. Lunge), können Konidien und Arthrokonidien gesehen werden
  • Oft sind keine oder nahezu keine Septen sichtbar

Histologisch zeigen sich Pilzelemente typischerweise mit Gefäßinvasion, was zu Thrombosen, Nekrosen und Hämorrhagien führt. Die häufigsten histologischen Merkmale sind Angioinvasion, ein prominentes neutrophiles Infiltrat und Hämorrhagien; gelegentlich kann eine granulomatöse Reaktion beobachtet werden. Bei stark immunsupprimierten Patient*innen kann das entzündliche Infiltrat gering ausgeprägt sein.

Hyaline septierte und pauciseptierte Schimmelpilze können teilweise ähnliche morphologische Eigenschaften aufweisen und schwer voneinander zu unterscheiden sein; daher ist eine Identifizierung mittels Kultur, PCR oder MALDI-TOF erforderlich.

Spezialfärbungen zum Nachweis von Pilzhyphen:
PAS, PAS-D, GMS (kann aufgrund vorangegangener antimykotischer Therapie negativ ausfallen).

Differenzialdiagnosen:
Infektionen mit hyalinen septierten Schimmelpilzen, wie Aspergillus spp. und anderen Gattungen dieser Gruppe, oder mit Candida spp..

Klinik

Die Infektion erfolgt durch die Inhalation von Sporen sowie das Eindringen über geschädigte Haut.
Infektionen durch diese Pilzgruppe werden als Mukormykose bezeichnet und sind mit einem raschen Verlauf und hoher Mortalität verbunden.
Die häufigsten Gattungen, die Mukormykosen verursachen, sind Rhizopus, Mucor, Rhizomucor, Cunninghamella, Lichtheimia (früher Absidia) und Saksenaea spp..

Wichtige Risikofaktoren: Immunsuppression, insbesondere bei Patient*innen mit hämatologischen Malignomen, nach Organ- oder Stammzelltransplantation, unkontrollierter Diabetes mellitus, Eisenüberladung sowie Therapie mit Deferoxamin (aufgrund von Virulenzfaktoren und Pathogenese der Infektion).

Vier klinische Hauptmanifestationen:

  • Rhino-orbital-zerebrale Form
  • Pulmonale Form
  • Primär kutane Form
  • Disseminierte Form

Seltener kann jedes andere Organsystem betroffen sein.

Bei stark immungeschwächten Patient*innen können Doppelinfektionen mit Pilzen auftreten; am häufigsten treten eine Mukormykose mit einer Candidiasis auf.

Serum-Galactomannan- und 1,3-β-D-Glucan-Tests sind in der Regel negativ.

Weiterführende Diagnostik
PCR (Serum, Plasma, FFPE-Gewebe); MALDI-TOF; Mikrobiologische Kultur (einschließlich Klebestreifenpräparat mit Lactophenolblau)
Zusatzinformationen

Hyaline pauciseptierte Schimmelpilze kommen ubiquitär in der Umwelt vor und umfassen die Phyla Mucormycota und Zoopagomycota sowie die Ordnung Entomophthorales. Sie kommen im Boden vor und sind mit verrottendem organischem Material assoziiert.

Differenzialdiagnose
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