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Parasiten


Giardia lamblia (Syn. G. duodenalis, G. intestinalis)

Organsystem
GI-Trakt
Diagnostische Methode
Zytologie, Histologie
Geographische Region
Trockengebiete,
Inseln,
Tropische und Subtropische Region,
Polare and Subpolare Zone,
Gemäßigte Zone

Gallengangsbürste mit hämorrhagischem…
Gallengangsbürste mit hämorrhagischem…
Gallengangsbürste mit hämorrhagischem…
Gallengangsbürste mit hämorrhagischem…
Gallengangsbürste, birnen- oder…
Gallengangsbürste, birnen- oder…

Duodenalbiopsie mit kleinen Erregern nahe…
Duodenalbiopsie mit blattähnlichen Erregern…
Duodenalbiopsie mit blattähnlichen Erregern…
Duodenalbiopsie mit blattähnlichen Erregern…
Morphologie

Zytologie: Trophozoiten 10-20 µm, birnen- oder drachenförmig, bilateral symmetrisch; zwei Kerne mit zentralen Karyosomen, die ein charakteristisches „gesichtsähnliches" Erscheinungsbild verleihen; ventrale Haftscheibe; paarige Axoneme und Mediankörper; acht Geißeln; charakteristische „fallendes-Blatt"-Motilität im Nativpräparat. Zysten 8-12 µm (bis 19 µm), oval bis ellipsoid; reife Formen mit 4 Kernen und sichtbaren Fibrillen; dünne, lichtbrechende Zystenwand. Optimale Darstellung im frischen Nativpräparat, im Lugol-Präparat, in der Trichrom- oder Eisenhämatoxylin-Färbung.

Histologie: Trophozoiten haften an der Schleimhautoberfläche sowie zwischen den Zotten im Duodenum und im proximalen Jejunum, ohne Gewebeinvasion. Die Duodenalhistologie ist häufig unauffällig oder zeigt nur minimale Veränderungen; falls vorhanden, können milde bis mäßige Zottenatrophie, vermehrte intraepitheliale Lymphozyten, Kryptenhyperplasie und eosinophile Infiltration der Lamina propria auftreten. Schwere Fälle können eine Zöliakie imitieren.

Differenzialdiagnosen:

  • Balantidium coli
  • Amöbiasis
  • Kryptosporidiose
  • Zöliakie
Klinik

Akute oder chronische wässrige oder fettige, übelriechende Diarrhö, Blähungen, Flatulenz, Gewichtsverlust, Malabsorption, Steatorrhö; postinfektiöse Laktoseintoleranz häufig; asymptomatische Träger kommen vor.
Selten kann Giardia in die Gallen- und Pankreasgänge aufsteigen und zu Gallenblasen-, Leber- und Pankreaskomplikationen führen (1).

Weiterführende Diagnostik
Stuhl-Antigentests (EIA oder DFA), Multiplex-PCR-Panels, Stuhluntersuchung auf Eier und Parasiten (O&P) an 2–3 Proben von verschiedenen Tagen
Zusatzinformationen

Die Übertragung erfolgt fäkal-oral, vorwiegend über kontaminiertes Wasser; direkte Mensch-zu-Mensch-Übertragung und lebensmittelbedingte Infektionen kommen ebenfalls vor.
Zysten sind unmittelbar nach Ausscheidung infektiös und umweltresistent; sie bleiben in kaltem Wasser mindestens 3 Monate lebensfähig. Bereits 10–100 Zysten können eine Infektion verursachen. Zysten sind mäßig chlortolerant; Abkochen (≥1 Minute) und geeignete Filtration (≤3–5 µm Porengröße) sind zur Inaktivierung zuverlässiger als routinemäßige Chlorierung allein (2, 3).

Referenzen

Ross, A. G. P., Olds, G. R., Cripps, A. W., Farrar, J. J., & McManus, D. P. (2013). Enteropathogens and chronic illness in returning travelers. New England Journal of Medicine, 368(19), 1817–1825. https://doi.org/10.1056/NEJMra1207777

  1. Pyzocha N, Cuda A. Common Intestinal Parasites. Am Fam Physician. 2023 Nov;108(5):487-493. PMID: 37983700.
  2. Backer, H. D., & Hill, V. (2026). Water disinfection for travelers. In CDC yellow book: Health information for international travel (2026 ed.). Centers for Disease Control and Prevention. https://wwwnc.cdc.gov/travel/yellowbook
  3. NIH. (2025). Guidelines for the prevention and treatment of opportunistic infections in children with and exposed to HIVhttps://clinicalinfo.hiv.gov/en/guidelines/pediatric-opportunistic-infection
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