Zytologie:
Histologie:
Differenzialdiagnosen:
Enterobius vermicularis ist ein verbreiteter menschlicher Parasit und kommt weltweit, insbesondere in gemäßigten Klimaregionen, vor. Infektionen treten besonders häufig bei Schul- und Vorschulkindern sowie in beengten Wohnverhältnissen auf.
Infektionen mit E. vermicularis verlaufen meist symptomlos; manche Patienten können jedoch unspezifische Symptome entwickeln, die einer Blinddarmentzündung ähneln, wie Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und Reizbarkeit. In seltenen Fällen kann es aufgrund von Verstopfung zu einer Blinddarmentzündung kommen.
Das häufigste Begleitsymptom ist nächtlicher Juckreiz im Analbereich.
Die Infektion erfolgt durch die Aufnahme von Eiern. Die Übertragung kann direkt durch Selbstinfektion mit Eiern über den Anus und den Mund, durch Kontakt mit kontaminierten Händen oder indirekt über kontaminierte Oberflächen oder durch Kontakt mit Eiern in der Umwelt erfolgen. Nach der Aufnahme schlüpfen die Larven aus den Eiern im Dünndarm, entwickeln sich dort zu adulten Würmern (drei bis vier Wochen) und siedeln sich im Dickdarm, vorwiegend im Coecum, an. Meist nachts wandern die trächtigen weiblichen Würmer in den Analbereich und legen ihre Eier in den Perianalfalten ab.
Extraintestinale Infektionen treten selten auf.
Gynäkologische Erkrankungen können vorkommen und treten höchstwahrscheinlich aufgrund ektopischer Wanderung trächtiger weiblicher Würmer auf.
Der Mensch gilt als einziger Wirt für E. vermicularis.