Zytologie:
Histologie:
Suppurative und nekrotisierende Entzündung; Abszesse mit zähem, viskösem Exsudat. Bei invasivem Leberabszess dichte Nekrosen ohne klaren biliären Fokus.
Mucoide Varianten korrelieren mit schlechterem klinischen Verlauf und erhöhter Therapieresistenz. Sie sind schwer eradizierbar und fördern Persistenz und Progression der Infektion.
Hypervirulente Klebsiella kann primäre Leberabszesse mit metastatischer Streuung ins Auge oder ZNS verursachen, oft bei Diabetes, teils auch bei sonst Gesunden. Mukoide Pseudomonas ist typisch für chronische Atemwegsinfektionen bei zystischer Fibrose und Bronchiektasen. In den Lungen von Patienten mit zystischer Fibrose koexistieren häufig verschiedene Subpopulationen von P. aeruginosa - darunter mukoide, nicht-mukoide und antibiotikaresistente Varianten.
Diese mikrobielle Heterogenität erschwert sowohl die Therapie als auch die Interpretation der Kulturergebnisse erheblich.
Kontamination: Möglich aus Oro- und GI-Flora in nicht-sterilen Materialien. In sterilen Proben klinisch relevant.
Das mukoide Erscheinungsbild beruht auf reichlich extrazellulärer Polysaccharid Kapsel bei Klebsiella, Alginat bei Pseudomonas. Zytomorphologie und Gram erlauben keine zuverlässige Unterscheidung zwischen Pseudomonas spp., Klebsiella spp. und anderen gramnegativen Stäbchen; Zusatzdiagnostik notwendig. Differenzialdiagnosen: Nicht-mukoide Enterobacterales; Serratia/Enterobacter/Escherichia; nicht fermentierende gramnegative Stäbchen wie Stenotrophomonas und Achromobacter; bekapselte Hefen wie Cryptococcus in muzinösem Hintergrund.
Der mukoide Phänotyp von Pseudomonas aeruginosa kann instabil sein und in vitro oder in vivo in einen nicht-mukoiden Phänotyp revertieren. Eine nicht-mukoide Koloniemorphologie in der Kultur schließt daher ein mukoides Verhalten in vivo, insbesondere bei chronischer Atemwegs- bzw. Biofilm-assoziierter Infektion, nicht sicher aus (1).