Amastigoten ( auch Leishman-Donovan-Körperchen genannt) sind die intrazelluläre Lebensform der Parasiten, 2-4 µm groß, rundoval, mit einer dünnen Zellmembran, einem großen Nukleus und einem stäbchenförmigen Kinetoplasten, ohne äußere Geisel.
Leishmanien liegen meist intrazellulär.
Zytologie:
Knochenmark- oder Milzpunktat mit Makrophagen, dicht gefüllt mit Amastigoten (Leishman-Donovan-Körperchen): 2-4 µm, rundoval mit einer dünnen Zellmembran, einem großen exzentrischen Nukleus und einem stäbchenförmigen Kinetoplast mit einem "dot-dash-like pattern"; freie Amastigoten im Hintergrund häufig.
Umgebungsreaktion:
Reichlich Makrophagen, Granulozyten und lymphoplasmazelluläres Infiltrat.
Reaktive, physiologisch vorkommende Zellen.
Histologie:
Knochenstanze mit hyperzellulärem Mark, ausgeprägter Makrophagenvermehrung und zahlreichen intramakrophagealen Amastigoten in Giemsa oder HE.
Leber mit sinusoidaler und portal betonter Makrophageninfiltration (Kupffer-Zell-Hyperplasie).
Milz mit Depletion der weißen Pulpa und diffusem Makrophagen-/Plasmazellinfiltrat.
Lymphknoten mit parakortikaler Histiozytose. Amastigoten innerhalb von Makrophagen; Granulome möglich; Nekrose selten. Amastigoten in der Spezialfärbung GMS-negativ.
Differenzialdiagnosen:
Die Patient*innen zeigen 5 Hauptsymptome: Hepatosplenomegalie, Panzytopenie, Lymphadenopathie, Fieber und, im fortgeschrittenen Stadium, Kachexie – unbehandelt tödlich.
Chronischer Husten weist auf eine seltene Lungenbeteiligung hin.
Bildgebende Verfahren zeigen neben der massiven Hepatosplenomegalie diffuse interstitielle Verdichtungen in der Lunge.
Leishmania spp. sind Hämoflagellaten und besitzen zwei morphologische Stadien: Amastigoten (im menschlichen Gewebe) und Promastigoten (im Vektor).
Eine Infektion mit bestimmten Leishmania spp. kann kutane, mukokutane und viszerale Leishmaniose verursachen.
Die Subspezies innerhalb des L. donovani-Komplexes verursachen die viszerale Erkrankung (Syn.: Kala-Azar): L. donovani, L. chagasi und L. infantum.
Die viszerale Leishmaniose tritt endemisch in tropischen und subtropischen Regionen, selten auch im mediterranen Raum auf. Betroffen sind vorwiegend Kinder und junge Erwachsene.
Die von der Sandfliege percutan übertragenen Erreger vermehren sich in Makrophagen. Über das Blut gelangen die Erreger in Leber, Milz, Knochenmark und Lymphknoten.
Bei schweren Infektionen können alle Organe betroffen sein.
Die Inkubationszeit beträgt 3 bis 8 Monate.