Zytologie: Grampositive, bekapselte, lanzettförmige Diplokokken; selten kurze Ketten; intra- und extrazellulär; neutrophilenreiche Entzündung.
Histologie: Akute neutrophilenreiche, teils fibrinöse Entzündung; bei Pneumonie intraalveoläres Exsudat aus Neutrophilen, Fibrin und proteinreichem Material.
Häufiger Erreger von Pneumonie, Otitis media und Sinusitis. Invasive Infektionen können zu Meningitis, Bakteriämie und Sepsis führen. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, ältere Menschen sowie Personen mit Immundefizienz oder chronischen Grunderkrankungen.
Häufige asymptomatische Kolonisation des Nasopharynx, insbesondere bei Kindern.
Die Polysaccharidkapsel ist der wichtigste Virulenzfaktor, diese hemmt die Phagozytose und bestimmt den Serotyp. Es sind über 100 Kapselserotypen bekannt (1).
Pneumokokken-Impfstoffe schützen nur gegen die jeweils enthaltenen Serotypen. Verfügbar sind Konjugatimpfstoffe und ein Polysaccharidimpfstoff; die Impfempfehlung richtet sich nach Alter und individuellen Risikofaktoren. Ein vollständiger Schutz vor allen Pneumokokkeninfektionen besteht nicht.
RKI - RKI-Ratgeber - Pneumokokken, invasive Infektion