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Pilze


Cryptococcus Spezies

Organsystem
Respirationstrakt, ZNS und Sinnesorgane
Diagnostische Methode
Zytologie
Geographische Region
Trockengebiete,
Inseln,
Tropische und Subtropische Region,
Polare and Subpolare Zone,
Gemäßigte Zone

Intrazytoplasmatisch gelegene runde…
BAL, Makrophagen mit intrazytoplasmatisch…
BAL mit in Haufen liegenden, runden…
In Haufen gelegene runde, kugelige…
In Haufen gelegene runde, kugelige…
In Haufen gelegene runde, kugelige…
Liquor, kugelige Hefezellen mit breiter…
Liquor, kugelige Hefezellen mit breiter…
Liquor, einzeln gelegene runde, kugelige…
Liquor, einzeln gelegene runde, kugelige…
Liquor, einzeln gelegene runde, kugelige…
Liquor, Patient mit erworbener…
Liquor, runde, kugelige Hefezellen mit…
Morphologie

Zytologie:

  • Gekapselte, kugelige bis ovale Sporen mit einer breiten Doppelmembran (Polysaccharidkapsel)
  • Schmalbasige Sprossung (narrow-based budding)
  • Variable Größe der Sprossen (4-20 µm).
  • Keine Pseudohyphen. Kryptokokken liegen extrazellulär oder intrazytoplasmatisch in Makrophagen.
  • In flüssigen Materialien können Kryptokokken mittels Tuschepräparat (India-Ink-Färbung) nachgewiesen werden (ausgestanzte runde Löcher mit Doppelkontur).
  • Der Nachweis von Kryptokokken in der Tuschefärbung sollte jedoch mit konventionellen Färbungen wie MGG, PAP, PAS oder Grocott verifiziert werden.
  • Bei immunsuppremierten- und bei Patientinnen und Patienten, die eine antifungale Therapie erhalten haben, kann die Kapsel fehlen (akapsuläre Form).

Histologie:

  • In Gewebeschnitten wird die Polysaccharidkapsel am besten durch Muzikarmin sowie eine kombinierte PAS-Alcianblau-Färbung dargestellt; Grocott/GMS und PAS heben die Zellwand hervor.
    Bei reichlichem Vorkommen von Hefezellen zeigen diese in der HE-Färbung ein lichtbrechendes Erscheinungsbild und sind von reichlich extrazellulärem mukoidem Material umgeben, das sich als klarer bzw. leerer Hof darstellt.

Umgebungsreaktion:

  • Zahlreiche Granulozyten und reaktive Veränderungen physiologisch vorkommender Zellen.
  • Mehrkernige Riesenzellen.
  • Granulomatöse Reaktion, häufig mit zentraler Nekrose.
  • Bei immunsupprimierten Patient*innen oft nur eine geringe oder keine Entzündungsreaktion ersichtlich.

Differenzialdiagnosen:

  • Candida spp.
  • Blastomyces spp.
  • Histoplasma spp.
Klinik

Die Infektion erfolgt durch Inhalation von Sporen, die in den Atemwegen latent verbleiben können.

Die pulmonale Kryptokokkose verläuft entweder asymptomatisch oder ist mit unspezifischen Symptomen assoziiert. Im Thorax-Röntgen zeigen sich unterschiedliche Veränderungen, darunter solitäre oder multiple noduläre Strukturen, fleckige Infiltrate, seltener interstitielle Infiltrate sowie Pleuraergüsse.
Die pulmonale Infektion kann als Primärinfektion, durch Reinfektion mit einem neuen Stamm oder durch Reaktivierung einer latenten Infektion auftreten, insbesondere bei Immunsupprimierten und am häufigsten bei HIV-positiven Patient*innen infolge einer verminderten T-Zell-vermittelten Immunität, mit bestehendem Risiko einer Dissemination durch hämatogene Streuung.

Kryptokokken sind in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, wodurch ein Risiko für eine Beteiligung des zentralen Nervensystems besteht. Auch die Infektion des ZNS verläuft häufig initial symptomlos. Im ZNS führt die Vermehrung der Erreger und eine konsekutive Granulombildung schließlich zu Symptomen einer Meningitis oder Meningoenzephalitis.

Die Diagnostik dieser überwiegend opportunistischen Infektion erfordert eine umgehende Rückmeldung an die behandelnden Ärzt*innen aufgrund der hohen Mortalität.

Weiterführende Diagnostik
Kultur, Kryptokokken-Antigennachweis (CrAg; Liquor, Serum, Plasma, Urin), direkte Mikroskopie (Flüssigmaterialien), PCR-basierte Verfahren oder DNA-Hybridisierung (Speziesidentifikation), Immunhistochemie
Zusatzinformationen

Cryptococcus neoformans ist ein im Erdreich und im Vogelkot vorkommender Pilz, der durch Inhalation in die Lunge gelangt. Die Lunge kann der alleinige Manifestationsort bleiben; es kann jedoch auch zu einer Dissemination in andere Organe kommen, insbesondere bei immunsupprimierten Patientinnen und Patienten, wobei häufig das zentrale Nervensystem betroffen ist.

Bei stark immunsupprimierten Patient*innen sollte eine Koinfektion mit weiteren Pathogenen in Betracht gezogen werden.

Zwei humanpathogene Spezies:

  • Cryptococcus neoformans (weltweite Verbreitung, verursacht die meisten Infektionen)
  • Cryptococcus gattii (tropische und subtropische Regionen)

Cryptcoccus ohne Kapselbildung kann morphologisch und in den meisten Spezialfärbungen als als Candida fehlinterpretiert werden, hier ist die Fontana-Masson- Färbung eine Möglichkeit Melaninablagerungen darzustellen und somit Cryptococcus zu diagnostizieren.

Differenzialdiagnose
Cryptococcus DD Candida
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